TSV ST. KONRAD

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13c17eab1dDiese Chronik stammt von Gründungsmitglied Leopold Buchegger


Die Jugend in ihrer Freizeit sinnvoll zu beschäftigen, dass war an einem Frühjahrsabend des Jahres 1962 ein Tischgespräch zwischen Eltern. Gesprächspartner waren damals Barbara Buchegger, Johann Hummer und Leopold Buchegger.
Im festen Glauben, dass in St. Konrad eine Sportgemeinschaft gegründet werden kann, begann die Suche nach sportbegeisterten Frauen und Männern. Man einigte sich zur Bildung eines Komitees und lud folgende Sportfreunde ein: Alois Preisler, Walter Lurger, Franz Wallner und Ernst Redl.


In der Gründungsversammlung im Gasthaus „Wirt zu Edt“ wurde Alois Preisler zum ersten Vereinsobmann bestimmt. Gebildet wurden eine Ski-, Rodel- und eine Tischtennissektion.


Zwei Jahre später wurde mit Leichtathletik begonnen. Tischtennis musste schon nach einem Jahr wieder aufgegeben werden, denn es fehlte eine Trainingsmöglichkeit. Die Schisektion, die ihre Rennen (Läufe) zu Beginn auf den Pisten „Naziberg Fischeredt“ und „Maurer am Berg – Wastlholz“ durchführte, löste sich 1980 wegen einigen Meinungsverschiedenheiten auf und machte sich als eigener Verein (SAC St. Konrad) selbstständig.


Die Leichtathletik Sektion konnte sich erst seit dem Jahre 1968, als im Zuge des Schulbaues ein Gymnastiksaal eingerichtet wurde und ein Schulsportplatz mit Laufbahn und Sprunganlage gebaut wurde, entwickeln. Trainiert wurden Kurz- und Mittelstreckenlauf, Sprungdisziplinen, Speer- und Diskuswurf bzw. Kugelstoßen und Schlagball. Schwimmen konnte seit dem Badeseebau im Jahre 1982 trainiert werden. Für die Leistungsabnahmen im Rahmen des Österreichischen Sportleistungsabzeichens (ÖSTA) standen immer abnahmeberechtigte Funktionäre bereit.


Rodeln auf Naturbahnen war zwischen 1962 und 1986 die Königsdisziplin des TSV. Gerodelt wurde zuerst mit einer Schneckenrodel. Rennrodeln konnten dann nach und nach angeschafft werden. Die heimischen Rodelpisten waren - je nach Schneelage - am Meidlberg, Schobesberg, Hochdürnberg oder Schrattenbach. Durch den Bau der Naturrodelbahn auf dem Jagerberg und die zeitgeiche Errichtung des Wasserrservoirs am Sepperlberg in den Jahren 1975 bis 1978 wurde St. Konrad ein europaweit bekanntes Rodlerdorf. In den Jahren 1978 bis 1999 wurden nicht nur lokale Rennen gefahren, es wurden bis 1986 auch sechs international beschickte Rennen veranstaltet.


Leider musste das höchstrangige Rennen, die Europameisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahnen, wegen Schneemangel von 2. bis 6. Februar 1983 nach Bad Goisern verlegt werden. Diese Großveranstaltung wurde trotzdem von den Sportfunktionären aus St. Konrad durchgeführt.


Bei den Landesmeisterschaften im Rennrodeln im Jahre 1986 erlitt der Großraminger Rennfahrer Herbert Gsöllpointner einen schweren Sturz, der nach einer Woche zum Tod des Rodlers führte. Seit diesem Jahr wurden in St. Konrad keine internationalen Rennen mehr gefahren. Der Schock durch diesen Todesfall saß zu tief.


Der größte sportliche Erfolg der Vereinsgeschichte erfolgte im Jahre 1984. Petra Leithinger wurde in Norwegen Junioren-Europameisterin im Rennrodeln.
Im Jahre 1976 waren die St. Konrader Rodelkampfrichter Alois Prielinger, Johann Hummer und Max Baumgartner bei den Olympischen Spielen in Innsbruck bei den Kunstbahnbewerben in Igls im Einsatz.


Die Sektion Stockschießen (heute Stocksport) wurde 1986 gegründet, und in Folge beim Gasthaus Pühringer zwei Asphaltbahnen eröffnet. Der Höhepunkt dieser Sektion war sicherlich neben schönen sportlichen Erfolgen, die Einweihung der Stocksporhalle im Rahmen der 40 Jahres Feier des Vereines im Jahre 2002. Seit dem verfügt der Verein über vier Bahnen, von denen  zwei überdacht sind.

 

Die Obmänner des TSV St. Konrad

1962 bis 1975     Alois Preisler
1975 bis 1981   Johann Zimmermann
1981 bis 1981   Karl Mehlig
1981 bis 1983   Ing. Herbert Pointl
1983 bis 1985   Siegfried Zimmermann sen.
1985 bis 2005   Karl Puchner
seit 2005    Peter Hofstödter