TSV ST. KONRAD

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Die Sektion Rodeln wurde im Jahre 1962 gegründet und ist somit die älteste Sparte des TSV St. Konrad. Über viele Jahrzehnte war diese Sektion das Aushängeschild des Vereines.

 

Am Beginn wurde mit der sogenannten Schneckenrodel gefahren. Die Volksrodeln waren schon ein mit Schienen versehenes Sportgerät und es folgten die Rennrodeln mit auswechselbaren Schienen. Eine Rennrodel wog damals ca. 20 kg und hatte einen stolzen Preis. Die heimischen Rodelstrecken waren je nach Schneelage der Meidlberg, Schobesberg, Hochdürnberg oder die Schrattenbachstraße. Durch den Bau der Naturrodelbahn auf dem Jagerberg und dem Bau des Wasserreservoirs am Sepperlberg in den Jahren 1975 bis 1978 wurde St. Konrad ein europaweit bekanntes Rodlerdorf.

Bereits 1976 waren die St. Konrader Kampfrichter Johann Hummer, Alois Prielinger und Max Baumgartner bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck als Rodelkampfrichter im Kunstbahnbewerb im Einsatz.
Betrieben wird der Stocksport sowohl im Sommer als auch im Winter. Im Sommer auf Asphalt und im Winter natürlich auf Eis. Trainiert wird zweimal pro Woche, Donnerstag und Sonntag, auf der Stocksportanlage beim Gasthaus Pühringer in St. Konrad. Im Winter wird auf der Eisbahn hinter der Stocksporthalle bzw. dem Badesee St. Konrad gespielt.

Zu den sportlichen Höhepunkten gehört sicherlich der Europameistertitel von Petra Leithinger bei der Junioren-EM 1984 in Norwegen.

Der TSV St. Konrad machte sich aber auch als Veranstalter von Rodelrennen national und international einen Namen. Hier eine kleine Aufstellung der durchgeführten Rennen in St. Konrad:

1975 Traunstein Pokalrennen
1978 Großer Preis von Österreich
1979 Internationales Traunstein Pokalrennen
1981 Länderkampf Schweden, Polen, Norwegen, Finnland, Tschechaslowakei und Österreich
1985 Österreichische Meisterschaften im Rennrodlen
1986 Oberösterreichische Meisterschaften im Rennrodeln

 

Leider musste die wichtigste Veranstaltung, die Europameisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahnen, wegen Schneemangel von 2. bis 6. Februar 1983 nach Bad Goisern verlegt werden. Diese Veranstaltung wurde dort ausschließlich von Funktionären des TSV St. Konrad durchgeführt.

 

In den 90er Jahren veranstaltete die Sektion neben Cuprennen im Tourenrodeln auch den oberösterreichischen Volksrodeltag. Traditionelle Veranstaltungen wie der Volksrodeltag oder die Schülermeisterschaft der Volksschule werden jährlich veranstaltet.

 

Durch die immer schneeärmer werdenden Winter konnten in den letzten Jahren immer weniger Rennen durchgeführt werden. So entschlossen sich die Funktionäre der Sektion auf den Umstieg in den Rollenrodelsport. Diese noch sehr junge Sportart wird auf einer normalen Asphaltstraße ausgetragen. Die Rodel hat statt den Kufen mehrere Rollen montiert.

Durch den großen Zulauf von Sportlern war es den Funktionären seit 2007 möglich, mit einer Mannschaft an Rennen teilzunehmen. Darüber hinaus war der TSV St. Konrad, Sektion Rodeln, bereits zweimal Austragungsort eines Rollenrodelrennens im Rahmen des Austrian Rollen Rodel Cup. Eine derartige Fortsetzung wird es im September 2009 auf der Rodelstrecke Häusern geben.